Die Umgebung der vier Hengist-Gemeinden stellt auf Grund ihrer erdgeschichtlichen Entwicklungsgeschichte und der hier gemachten Funde hervorragend erhaltener Versteinerungen eines der erdwissenschaftlich bedeutendsten Gebiete der Steiermark dar.
Zahlreiche wissenschaftliche Publikationen belegen die Bedeutung dieses Areals

Das Gebiet des Hengist-Kulturparks ist zum großen Teil aufgebaut aus Gesteinen, die hier vor ca. 15 Millionen Jahren im Bereich eines tropischen Meeres abgelagert wurden. So sehen wir im Wildoner Schlossberg und Buchkogel Reste eines einstigen Riffes, an das nach Osten hin eine flache schlammige Meeresbucht anschloss. Neben dem weit über die Landesgrenzen hinaus bekannten Fossilreichtum dieser Gesteine ist aber auch der damals aktive Vulkanismus im Raum Weitendorf mit seinen teilweise extrem seltenen Mineralarten verantwortlich für die einzigartige erdgeschichtliche Vergangenheit dieses Gebietes. Zusätzlich ragte damals bei Hengsberg eine Insel aus dem Meer, deren Gesteine ein Alter von über 400 Millionen Jahren aufweisen.

Im Rahmen der Veranstaltungen des Kulturpark Hengist (Fossilien- und Mineraliensammeln, geologische Wanderungen und Goldwaschen unter fachkundiger Anleitung) werden diese steinernen Zeugnisse der Erdgeschichte wieder zum Leben erweckt.

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Sonderausstellung:

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Die Schausammlung gibt anhand einzigartiger Mineral- und Fossilfunde aus dem Steinbruch Weitendorf einen Einblick in die erdgeschichtliche Vergangenheit der Region zwischen unterem Kainachtal und südlichem Grazer Feld.

Öffnungszeiten: Di-Fr 8-12, Do 8-18 und nach tel. Voranmeldung
Ort: Gemeindeamt Weitendorf (1. Stock), Am Dorfplatz 27, 8410 Weitendorf, Tel. 03182/3271

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Der Vulkan von Weitendorf
Hallstattzeitliche Hügelgräberfeld „Buchkogel“

Nördlich der Ortschaft Weitendorf kam es vor etwa 15 Millionen Jahren im Bereich einer flachen Meeresbucht zum Ausbruch eines Vulkans, der hier eine über 30 m mächtige Basaltdecke schuf. Der Steinbruch von Weitendorf, der in diesen Gesteinen angelegt ist, gibt wie ein Fenster in die Vergangenheit Einblick in die erdgeschichtliche Entwicklung der Mittelsteiermark. [PDF HM 2/2006, 4-9]

 

Der Kuketz: 400 Millionen Jahre Erdgeschichte

Zwischen Weitendorf und Hengsberg liegt direkt an der Kainach der 399 Meter hohe Kuketz. Der geologische Aufbau dieses unauffälligen Bergrückens weist eine Besonderheit auf. In einigen Gräben treten unter und neben Sanden und Mergeln, die hier vor etwa 15 Millionen Jahren im Bereich eines Flachmeeres abgelagert wurden, Gesteine zutage, die ein Alter von über 400 Millionen Jahren aufweisen und weit jenseits des Äquators entstanden. [PDF HM 2/2007, 17-19]

 Foto aus Hengist-Magazin 2/2007, 16-19

 


 

 

 

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